Kleinmachnow ist direkte Anrainergemeinde Berlins. Im Westen, Norden und Osten grenzt sie an den Bezirk Zehlendorf-Steglitz, im Süden bildet der Teltowkanal eine natürliche Grenze, das Stadtgebiet reicht nur an einer kurzen Stelle südlich vom Machnower See über den Kanal hinaus. Dort befindet sich das Naturschutzgebiet Bäketal, das einen wertvollen Altlauf der Bäke schützt.
Nachdem der Ort jahrzehntelang im Schatten der Berliner Mauer lag, verdoppelte sich seit den 1990er-Jahren die Zahl der Einwohner:innen auf rund 20.000. Im Westen durchschneidet die A115 mit dem ehemaligen DDR-Grenzkontrollpunkt Dreilinden/Drewitz das Stadtgebiet. Hier wurde 1996 der Europarc Dreilinden als Gewerbepark eröffnet, mit der Deutschlandzentrale von ebay und vielen weiteren Unternehmen, die zahlreiche Arbeitsplätze bieten.
Die Zahl der Ein- und Auspendler:innen steigt in Kleinmachnow in den vergangenen Jahren stetig, aufgrund ihres ruhigen Charakters und der grünen Lage ist die Stadt ein beliebter Zuzugsort im „Speckgürtel“ der Hauptstadt. Dennoch verfügt der Ort selbst über keine Bahnanbindung, die historische S-Bahn-Linie von Berlin-Wannsee über Dreilinden nach Stahnsdorf wurde nach dem Zweiten Weltkrieg nicht wieder in Betrieb genommen. Die Anbindung an die Nah- und Fernverkehrsbahnhöfe in Berlin und Teltow erfolgt über Busverkehre.
Als Musterstandort wurde der Rathausmarkt ausgewählt. Hier befindet sich das moderne Herz der Kleinstadt, an dem Einwohner:innen und Besucher:innen Verwaltung, Dienstleistungen, Handel und Gewerbe an einem Ort vorfinden.
Die Bestandserhebung für den Musterstandort ergab eine gute Auslastung der 139 vorhandenen Fahrradstellplätze. Aufgrund der gemischten Nutzung vor Ort und der teils großen Entfernung von der Bushaltestelle sind diese aber nicht eindeutig dem ÖPNV zuzuordnen. Zudem fehlen fast gänzlich Überdachungen. Als zusätzliche Module sind etwa ein Taxistand, Verteilerkästen sowie eine (von der Bushaltestelle kaum sichtbare) Sharingstation für E-Bikes vorhanden.
Die Befragungen von Kommune, Unternehmen und Nutzer:innen haben ein differenziertes Bild der einzelnen Bedarfe ergeben, dass sich vor allem in den Modulen E-Bike-Sharing, Fahrradservice und Carsharing überschneidet.
Die Planung wird auf beide Straßenseiten Adolf Grimme Ring/Förster Funke Allee ausgeweitet. Links, an Stelle der Parkstände, werden Carsharing, Bike- und Lastenrad-Sharing angeordnet, rechts Fahrradüberdachung und Service-Station. Eine Fahrradüberdachung erhöht nicht nur den Komfort für die abgestellten Fahrräder, sie stärkt auch die Sichtbarkeit der Mobilitätsstation. Es sollten möglichst zwei E-Carsharing-Plätze geschaffen werden, eine Abstimmung mit Sharing Anbieter muss erfolgen.